Augen auf beim Spielzeugkauf: Merkmale für wirklich gute Spielsachen



Der Hauptbestandteil einer jeden Kindheit ist das Spielen, denn spielen bedeutet Lernen. Im Spiel werden verschiedene Bereiche der kindlichen Entwicklung gefördert. Kinder setzen sich aktiv und intensiv mit sich selbst und mit ihrer Umwelt auseinander. Während dem Spiel laufen zahlreiche Lernprozesse ab, die wiederrum essentiell für die Bildung verschiedener Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie der eigenen Persönlichkeit und somit der eigenen Identität sind.


Spielen bedeutet aber nicht nur Lernen als Individuum, sondern auch Lernen im Kollektiv. Es verbindet und Kinder beginnen sich miteinander auseinander zu setzen. Somit werden grundlegende soziale Kompetenzen gebildet und gefördert. Der Zugang zum Spiel findet durch verschiedene Gegenstände und Spielsachen statt. Daher sollten Erwachsene stets darauf achten, dass diese nicht nur qualitativ gut sind, sondern auch pädagogisch wertvoll. Doch an welchen Merkmalen erkennt man gute Spielsachen?


Julia Winddecker, Gründerin des KITAnGO Magazin, weiß genau, worauf Eltern beim Kauf von Spielsachen achten sollten: „Bei vielen Eltern fängt die Überforderung schon vor dem eigentlichen Spielzeugkauf an, denn da kommen die ersten Fragen auf: Was wünscht sich mein Kind? Ist das Spielzeug für das Alter geeignet? Ist es sicher und gesundheitlich unbedenklich? Und erfüllt es überhaupt wichtige Kriterien was Bildung und Förderung angeht? Grundsätzlich sei gesagt: Bevor man blind zugreift, sollten Eltern ihre Kinder einige Wochen vor dem Kauf von Spielsachen genauer beobachten. So finden sie schnell heraus, was die aktuellen Interessen des Kindes sind und wie weit die Entwicklung in bestimmten Bereichen fortgeschritten ist. Aufbauend darauf können sie dann ein thematisch passendes Spielzeug suchen, womit das Kind einerseits schon etwas anfangen kann und andererseits noch ausreichend Spielraum für die Entwicklung bleibt.


Qualitativ gutes Spielzeug erkennen Eltern anhand der verwendeten Materialien und ihrer Verarbeitung. Schadstofffreie Komponenten, abgerundete Ecken, splitterfreie Oberflächen und robust verbaute Einzelteile sind einige der Eigenschaften, auf die man achten sollte.
Pädagogisch wertvolles Spielzeug erkennt man am Gesamtkonzept. Es sollte möglichst einfach entworfen sein, sodass es dem Kind einen großen Spielraum für die Entfaltung der eigenen Kreativität lässt. Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass Reizüberflutungen erst gar nicht entstehen!“


7 Hauptmerkmale für gutes Spielzeug:

  • schadstofffrei: aus möglichst naturbelassenen Materialien
  • speichelfest: aus Stoffen, die nicht durch Körperflüssigkeiten übertragen werden
  • belastbar: aus Komponenten, die stabil, bruch- und splitterfest sind
  • makellos: frei von rauen Kanten und Oberflächen sowie dünnen Spitzen
  • authentisch: optisch nicht zu aufdringlich und überladen und komplex gestaltet
  • unkompliziert: einfach entworfen, mit viel Spielraum für die individuelle Entwicklung
  • vielseitig: multifunktionell konzipiert und somit kombinierbar in vielen Spielsituatione

Fazit


Gutes Spielzeug besteht aus robusten Materialien, die möglichst naturbelassen sind. Farbliche Akzente können von großem Vorteil sein, da sie den Aufforderungscharakter erhöhen und zum Spielen einladen. Außerdem sollten alle Einzelteile gut verbaut und Ecken und Kanten abgeschliffen sein. Den größten pädagogischen Nutzen erfüllen Spielsachen, wenn sie so konzipiert sind, dass sie viel Spielraum für die Entfaltung der kindlichen Kreativität lassen, fortwährende Spielmöglichkeiten bieten und sich dennoch mit anderen Spielsachen und/oder Spielsituationen kombinieren lassen.




Julia Winddecker, Gründerin des KITAnGO Magazin





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