Wenn kleine Wunder einziehen: 

Wir bauen dir ein Nest


Geahnt  hatte ich es schon längst. Gewusst sogar. Und trotzdem blieb die Welt für ein paar Sekunden stehen, als ich den positiven Test in den Händen hielt. Ich bekomme ein Baby. Nein, wir bekommen ein Baby. Einen echten, kleinen Menschen mit winzigen Fingerchen, der unser Leben zum riesengroßen Abenteuer werden lässt. Von der ersten Sekunde an spürten wir: Nichts wird jemals wichtiger sein als du.

So eine Schwangerschaft ist eine echte Achterbahn. Wünsche und Sorgen, Freude und Zweifel: Alles wird in 9 Monate gepackt und alles wird abwechselnd gefühlt. Man(n) sagt, mit zunehmendem Bauchumfang wächst auch der Nestbaubetrieb. Und mal ehrlich: Was gibt es Schöneres, als  nach Babysachen zu Stöbern und es dem kleinen Wunder im Bauch bei seiner Ankunft so gemütlich wie nur möglich zu machen? „Nicht viel“, sagt das  Mutterherz. „Nicht viel“, sagte auch meines.


Schmusetuch für erste Kuschelstunden


Schon  bald zog das Beistellbettchen ein und mit ihm die ersten Kuschelfreunde. Darunter auch ein Schmusetuch, das unserem Sohn buchstäblich ein Stück Geborgenheit beim Schlafen schenken sollte. Er hat es geliebt und tut es immer noch. Das ist übrigens auch der Grund,  warum ich Schmusetücher so gerne zur Geburt verschenke: als erste Lieblinge werden sie meistens für immer aufgehoben. Vollgepackt mit wundervollen Erinnerungen an die erste Kuschelzeit, die viel zu schnell vorübergeht.



Mobile für süße Träume


„Ein Babybett ist kein Babybett ohne Mobile“, war der erste Kommentar meiner Mutter, nachdem sie das Bettchen bestaunt hatte. Recht hatte sie und so machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Modell, das nicht nur uns, sondern auch dem kleinen Mann gefallen könnte – und wurden schließlich fündig. Kaum am Bettchen befestigt, stellte ich mir vor, wie seine kleinen Augen die niedlichen Tiere verfolgen, bis sie Platz für süße Träume machen...


Musik für kleine Ohren


Schmusetuch, Mobile... bei Papa ratterte es. „Eine Spieluhr brauchen wir unbedingt auch noch!“, rief er aus dem Schlafzimmer, in dem er gerade seine eigene Erinnerungsbox aus den Tiefen des Kleiderschrankes hervorkramte. „Hör mal, das war meine...“. Gemeinsam lauschten wir den Klängen, bevor wir  uns auf Spieluhrsuche im Internet begaben. Experten sagen übrigens, dass Musik eine universelle Weltsprache ist, die Babys gleich von Geburt an verstehen.

Jetzt fehlte eigentlich nur noch das Wichtigste im Kinderzimmer: unser kleines Wunder. Mit ein paar Tagen Verspätung durften wir dich endlich begrüßen – und dir unser Nest präsentieren, in dem du gerade ganz langsam und doch viel zu schnell groß wirst.


Selbstständige Texterin & Journalistin

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